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Foto:pixabay

Kühl- und Gefriergeräte sind mit Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler an der Spitze der brandauslösenden Haushaltsgeräte, jedoch können sie während der Abwesenheit nicht ausgeschaltet bleiben.

Wenn die Geräte über Jahre betrieben werden. lagern sich an den Wärmetauschern

und elektrischen Bauteilen Staub ab. Dieser isoliert die Bauteile, d.h. eine Wärmeabgabe, die beim Betrieb der Geräte entsteht, wird verhindert. Der Wärmestau beim Wärmetauscher reduziert den Wirkungsgrad des Kühlgerätes, es wird mehr Strom benötigt, um die geforderte Kühltemperatur zu erreichen. Eine Reinigung wird bei Einbaugeräten erschwert, da Wärmetauscher und Elektrobauteile nicht ohne Ausbau des Kühl- oder Tiefkühlschrankes erreichbar sind. 

 


Alle netzbetriebenen, elektrischen Haushaltsgeräte werden über Steckdosen mit Energie versorgt. Im dem zugehörigen Verteilerschrank begrenzen Sicherungen oder Leitungsschutzschalter die Stromstärke auf 10 oder 16 Ampere, dies entspricht einer maximalen Leistung von 2300 bzw. 3680 Watt. Kühlgeräte im Haushalt benötigen zum Betrieb nur einen geringen Teil der zur Verfügung gestellten Energie.

Das abgebildete Typenschild einer Tiefkühltruhe zeigt  1,2 Ampere als erforderlichen Nennstrom an.

Zum Start des Kompressormotors, der das Herzstück eines Kühlgerätes ist und mit dem Kühlkreislauf für die Kühlung des Innenraumes zuständig ist, wir ein Anlaufrelais oder ein Kondensator benötigt. Kommt es zum Ausfall dieser Bauteile, so ändert sich die Stromaufnahme des Kühlgerätes. Exemplarisch ist dieses hier für einen Kondensatorausfall dargestellt.

 Kondensator bei einem Kühlschrankmotor.

(Anmerkung: Für die nachfolgenden Messungen wurde ein leistungsfähigerer Motor verwendet)

 Motor im normalen Betrieb mit funktionsfähigem Kondensator:


Zur Simulation eines defekten Kondensators wurde dieser abgeklemmt. Der Motor konnte nicht starten, brummte und nahm dauerhaft 15,2 Ampere auf. Er erhitzte sich schnell und durch die vorgeschaltete Sicherung von 16 Ampere hätte dieser Strom einen Brand auslösen können.

 

Ein vorgeschalteter Motorschutzschalter, der zwischen speisender Steckdose und Kühlgerät angeschlossen ist, hätte bei längerem Überschreiten des eingestellten Nennstromes den Strom abgeschaltet. 

Foto: Schneider Electric 

Motorschutzschalter mit einem Einstellbereich von 1 ... 1,6 Ampere